Vier E-Busse für den Hohenlohekreis

Vier neue Elektrobusse sollen im Hohenlohekreis für klimaneutralen Nahverkehr sorgen. Der Antrieb kommt von der Künzelsauer Firma Ziehl-Abegg Automotive. Zur Landesgartenschau sollen die Busse ihren ersten großen Einsatz haben.

Der Hohenlohekreis hat heute die ersten vier Elektrobusse in Betrieb genommen. „Mit dem Einsatz dieser Technik setzen wir ein Zeichen für die gesamte Region“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth bei der Übergabe an die vier Unternehmer, Hütter-Lidle aus Öhringen, Gerd Eisemann aus Öhringen-Verrenberg, Metzger-Reisen aus Künzelsau und Röhler Touristik aus Schwäbisch Hall, die die Busse im Auftrag des Landkreises im Nahverkehr einsetzen.


Größte E-Bus-Flotte Deutschlands

Die Übergabe fand am Werk von Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe statt. „Wir sind stolz, dass wir bei dem Projekt dabei sind“, betont Ralf Arnold Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Automotive, das den Radnabenantrieb für die Elektrobusse herstellt. Wenn bis Jahresende noch zusätzlich zwei Busse im Öhringer Stadtverkehr eingesetzt sind, verfügt der Hohenlohekreis wohl über die größte Flotte an Elektrobussen im regionalen Linienverkehr in ganz Deutschland. „Während Umwelt- und Klimaschutz in aller Munde ist, reden wir nicht nur darüber, sondern tun aktiv etwas dafür“, so Neth.


Das Land schießt 600.000 Euro dazu

Das Thema Elektromobilität im Ländlichen Raum ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes, das der Hohenlohekreis derzeit erstellt. Gefördert wurde die Anschaffung der Elektrobusse im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität II. „Damit kommen wir unserem Ziel, Pionierland der nachhaltigen Mobilität zu werden, stetig ein Stück näher“, begründet Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann den Einsatz der Fördermittel.

Das Land unterstützt die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen deutlich teureren Elektrobusse im Hohenlohekreis mit insgesamt 600.000 Euro. Den ersten großen Einsatz werden die Fahrzeuge ab dem 22. April während der Landesgartenschau in Öhringen haben. „Dort werden sie im Pendelverkehr zwischen dem Gartenschaugelände und den Parkplätzen eingesetzt. Nach der Landesgartenschau werden die Elektrobusse hauptsächlich rund um Öhringen sowie auf der Linie zwischen Künzelsau und Schwäbisch Hall verkehren.

Aufladen am Busbahnhof

Das Aufladen der Elektrobusse erfolgt durch ein spezielles Software-Modul, mit einem einfachen Ladekabel. Die Aufladung erfolgt in der Regel über Nacht, wenn die Fahrzeuge in den Betriebshöfen stehen. Neben den vier Betriebshöfen sind zunächst auch zwei Ladesäulen in Öhringen installiert. Bis Herbst werden am Busbahnhof in Öhringen und Künzelsau zusätzliche Ladesäulen aufgestellt, um dort ein Nachladen während längerer Pausen zu ermöglichen.