Bezug der neuen Räumlichkeiten, runder Tisch zur Elektromobilität

Am 10.12.2015 wurden die neuen Geschäftsräumlichkeiten der ebe EUROPA GmbH in der Eislebenstraße im bayerischen Memmingen im Zuge der Veranstaltung „runder Tisch“ zur  Elektromobiliät mit Herrn Stephan Stracke, MdB, sowie weiteren Vertretern der Stadt Memmingen und Busunternehmern  feierlich eingeweiht.

Die neuen Geschäftsräume umfassen neben zahlreichen Büroeinheiten auch eine Halle, in welcher künftig die BlueCityBus Elektrobusse untergebracht sowie das After-Sales und Ersatzteilweisen seinen Platz finden wird.

E-Mobilität als wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist nicht nur aktuelles Thema bei Klimaschutzkonferenzen. Die Verringerung von CO2 Ausstoß, die Reduzierung von Feinstaub und Lärmemissionen, als Risikofaktoren für Umwelt und Gesundheit, stehen im Mittelpunkt vieler verkehrspolitischer Diskussionen. Doch trotz vieler Bekenntnisse von Politikern und hoher Leistungskraft der Deutschen Automobilindustrie kommt das Thema E-Mobilität nicht so recht in Fahrt. Das Energieteam Ottobeuren, Vertreter der Transportbetriebe sowie Vertreter der „ebe EUROPA GmbH“ diskutierten nun mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke über neue Impulse für die Elektromobilität.

Der Geschäftsführer der Firma ebe EUROPA, Alfred Neutzner, zeigte sich besorgt, dass die Elektromobilität in Deutschland nach wie vor in den Kinderschuhen verharrt. Das Memminger Unternehmen für Herstellung und Vertrieb von Omnibussen und spezialisiert auf Elektrobusse, beurteilt die derzeitige Situation als unbefriedigend. Wenn sich die Politik nicht mehr um das Thema kümmere seien die vorgegebenen Ziele der Bundesregierung zur Ankurbelung der Elektromobilität bis zum Jahr 2020 wohl nicht mehr erreichbar, obwohl die Umsetzung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz darstellt. Anwesende Vertreter der Busunternehmen waren aufgefordert, ihre Erfahrungen zur E-Mobilität aufzuzeigen und Unzulänglichkeiten zu benennen. Diskussionsteilnehmer MdB Stracke (CSU) wollte Impulse aus dem Gremium mit nach Berlin nehmen, um das Thema voranzutreiben. Der Einsatz von E-Bussen beim ÖPNV, geradezu prädestiniertes Verkehrsmittel anstelle von Dieselfahrzeugen, wäre für einen Fortschritt zur Förderung der Elektromobilität beispielhaft. Doch einiges läuft im Geschäft mit der Elektromobilität noch nicht rund. Die bisherigen Erfahrungen der Busunternehmen sind zwar noch dürftig, weil nur wenige Busse im Einsatz sind, doch wo nachgebessert werden muss, um das Geschäft anzukurbeln, wurde schnell deutlich: „Wir sind noch weit von dem entfernt was wir eigentlich wollen“. Dies zeige auch der ungenügende Einsatz von deutschlandweit derzeit lediglich 99 E-Bussen. Wer die Gründe für diese geringe Stückzahl hinterfragt, erhält von den Bus-Experten aufschlussreiche Hinweise des Dilemmas. Mit an vorderster Stelle standen dabei, neben vielerlei ernstzunehmenden Argumenten, vor allem die hohen Anschaffungskosten, die überhöhten Energiekosten sowie die zu geringen Batterie-Speicherkapazitäten und lange Ladezeiten. Entwarnung, zumindet bei den Batterien, gab ebe-Vertriebsleiter Udo Riess mit dem Hinweis auf eine fünfjährige Garantieleistung beim Einsatz von BMZ-Batterien des europaweit führenden Herstellers von wieder aufladbaren AKKUPacks, die im Übrigen auch auf Leasingbasis angeboten würden. Als weiteres zentrales Problem zeigte sich die zu geringe und vor allen Dingen, von Bundesland zu Bundesland uneinheitliche Förderung der E-Mobilität durch die Regierung. Die fehlende Amortisation für eine Investition in E-Busse ist ein großes Problem, betonte Mindelheims Busunternehmer Wolfgang Steber. Während Werkleiter Roland Braun vom Nahverkehr in Künzelsau und Thomas Lidle vom Hütter Linienverkehr in Öhringen (beide Baden-Württemberg) sich darin einig waren, dass die E-Mobilität nicht an der Infrastruktur scheitern dürfe. Grundsätzliche Voraussetzung sei jedoch eine einheitliche Förderung. Für MdL Stracke ist die E-Mobilität im Allgäu noch ein zartes Pflänzchen. Eine entsprechende Initiative müsse jedoch von den Kommunen ausgehen. Helmut Scharpf, als einer der Initiatoren der Diskussionsrunde, forderte in seinem Schlusswort die Diskutanten auf alles zu tun, um den Start nicht zu verpassen. Eine Videovorführung der tschechischen Partnerfirma „EKOVA Electric Bus“ und eine Probefahrt mit dem Blue City Bus der ebe EUROPA demonstrierte allen Mitfahrenden schließlich die vielfältigen Vorzüge eines Umstiegs auf E-Mobilität.

Quelle: Kurierverlag.de

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