Villach

VMK nimmt Bund in die Pflicht

VMK nimmt Bund in die Pflicht

Zentrale Themen der jüngsten Verkehrsministerkonferenz (VMK) waren die Förderung der Elektromobilität, die Digitalisierung im Verkehrsbereich und das Autonome Fahren. Darüber hinaus wurde über Luftreinhaltung und Barrierefreiheit beraten.

Die Verkehrsminister der Länder möchten die Chancen der Digitalisierung im Verkehrsbereich und der Elektromobilität nutzen und den Einsatz der entsprechenden Technologien in Deutschland vorantreiben. Thematisiert wurde unter anderem die Koordinierung der Testfelder für Autonomes Fahren.

Auf Initiative Hamburgs forderte die VMK den Bund auf, im Rahmen der von der Konferenz beschlossenen Nationalen Nachhaltigen Mobilitätsoffensive jährlich 5 Mrd Euro zur Weiterentwicklung des ÖPNV, zur Förderung der Elektromobilität sowie zur Digitalisierung der Verkehrswege durch Breitbandausbau und intelligente Verkehrssteuerung zur Verfügung zu stellen. Das beschlossene “Nationale Investitionsprogramm Mobilität” soll über zehn Jahre jährlich unter anderem folgende Maßnahmen enthalten: Erhöhung der Bundesförderung zum Bau umweltfreundlicher, öffentlicher Verkehrsanlagen (GVFG-Förderung) von derzeit 330 Mio Euro auf 1 Mrd Euro, Förderprogramm zur Elektrifizierung von Bahnstrecken mit 0,5 Mrd Euro jährlich, Erhöhung der Mittel zur Verbesserung der Eisenbahninfrastrukturen (0,5 Mrd Euro) sowie Förderung der Umstellung öffentlicher Fahrzeugflotten (etwa Busse) auf schadstoff- und C02-arme Fahrzeuge einschließ-
lich Werkstätten und Betriebshöfe (1,25  Mrd Euro). Die Liste umfasst zudem die Förderung der Ladeinfrastruktur für Straße, Wasserstraße und Schiene (0,75 Mrd Euro). Darüber hinaus forderten die Minister einstimmig den Bund auf, mit der Deutschen Bahn und den Ländern ein gemeinsam abgestimmtes Bahnsteighöhenkonzept zu entwickeln. Dabei müsse ein möglichst hoher Grad an Barrierefreiheit erreicht werden. (FM/NaNa)

Quelle: busundbahn.de

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Technik und Einsatz von e-Bussen im ÖPNV

Technik und Einsatz von e-Bussen im ÖPNV

Elektromobilität wird kommen, darin sind sich viele Experten einig. Dabei erwartet man einen nennenswerten Masseneinsatz zunächst insbesondere in den Mobilitätsbereichen, die regelmäßige und gut definierte Fahrstrecken aufweisen, einen hohen Wartungsaufwand haben oder besonders geräusch- und emissionssensitiv sind. Neben Bring- und Lieferdienste oder anderen Flottenanwendungen zählt hierzu auch der öffentliche Personen-Nahverkehr. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an Elektrobussen vielerorts deutlich zunimmt. Damit steigt aber auch der Informationsbedarf. Denn der sinnvolle Einsatz eines e-Busses erfordert beispielsweise eine geeignete Ladeinfrastruktur, Fahrerschulungen, neue Service-Konzepte oder ggf. optimierte Routenführungen.

Mit der Informationsveranstaltung e-ÖPNV greift die Bayern Innovativ GmbH dieses Thema am 07.02.2017 auf. In komplementären Vorträgen werden die verschiedenen Aspekte sowie mögliche Hürden rund um den e-ÖPNV diskutiert und Erfolgsbeispiele aufgezeigt. Neben Fahrzeug- und Ladetechnologie stehen dabei auch Alltagserfahrungen auf dem Programm. In einer moderierten Expertenrunde werden die Teilnehmer ihre individuelle Situation diskutieren können. Die Besichtigung eines einsatzbereiten e-Busses rundet die Veranstaltung ab.

Als Gastgeber konnte die ebe Europa GmbH gewonnen werden, die bereits e-Busse im Angebot hat und entsprechende Einsatzerfahrungen aufweisen kann. Mit dem Projektpartner “Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg” bietet die Veranstaltung einen breiten Erfahrungsschatz aus zwei Bundesländern.

Des Weiteren präsentieren sich vor Ort Aussteller, wie die KONVEKTA AG, eeMobility GmbH, Ziehl-Abegg, TÜV SÜD AG, MOTEG GmbH und HyMove B.V..

Die Infoveranstaltung richtet sich insbesondere an Kommunen, kommunale Einrichtungen, Stadtwerke und Verkehrsunternehmen sowie geladene Experten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme ist kostenfrei.

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Vier E-Busse für den Hohenlohekreis

Vier E-Busse für den Hohenlohekreis

Vier neue Elektrobusse sollen im Hohenlohekreis für klimaneutralen Nahverkehr sorgen. Der Antrieb kommt von der Künzelsauer Firma Ziehl-Abegg Automotive. Zur Landesgartenschau sollen die Busse ihren ersten großen Einsatz haben.

Der Hohenlohekreis hat heute die ersten vier Elektrobusse in Betrieb genommen. „Mit dem Einsatz dieser Technik setzen wir ein Zeichen für die gesamte Region“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth bei der Übergabe an die vier Unternehmer, Hütter-Lidle aus Öhringen, Gerd Eisemann aus Öhringen-Verrenberg, Metzger-Reisen aus Künzelsau und Röhler Touristik aus Schwäbisch Hall, die die Busse im Auftrag des Landkreises im Nahverkehr einsetzen.


Größte E-Bus-Flotte Deutschlands

Die Übergabe fand am Werk von Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe statt. „Wir sind stolz, dass wir bei dem Projekt dabei sind“, betont Ralf Arnold Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Automotive, das den Radnabenantrieb für die Elektrobusse herstellt. Wenn bis Jahresende noch zusätzlich zwei Busse im Öhringer Stadtverkehr eingesetzt sind, verfügt der Hohenlohekreis wohl über die größte Flotte an Elektrobussen im regionalen Linienverkehr in ganz Deutschland. „Während Umwelt- und Klimaschutz in aller Munde ist, reden wir nicht nur darüber, sondern tun aktiv etwas dafür“, so Neth.


Das Land schießt 600.000 Euro dazu

Das Thema Elektromobilität im Ländlichen Raum ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes, das der Hohenlohekreis derzeit erstellt. Gefördert wurde die Anschaffung der Elektrobusse im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität II. „Damit kommen wir unserem Ziel, Pionierland der nachhaltigen Mobilität zu werden, stetig ein Stück näher“, begründet Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann den Einsatz der Fördermittel.

Das Land unterstützt die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen deutlich teureren Elektrobusse im Hohenlohekreis mit insgesamt 600.000 Euro. Den ersten großen Einsatz werden die Fahrzeuge ab dem 22. April während der Landesgartenschau in Öhringen haben. „Dort werden sie im Pendelverkehr zwischen dem Gartenschaugelände und den Parkplätzen eingesetzt. Nach der Landesgartenschau werden die Elektrobusse hauptsächlich rund um Öhringen sowie auf der Linie zwischen Künzelsau und Schwäbisch Hall verkehren.

Aufladen am Busbahnhof

Das Aufladen der Elektrobusse erfolgt durch ein spezielles Software-Modul, mit einem einfachen Ladekabel. Die Aufladung erfolgt in der Regel über Nacht, wenn die Fahrzeuge in den Betriebshöfen stehen. Neben den vier Betriebshöfen sind zunächst auch zwei Ladesäulen in Öhringen installiert. Bis Herbst werden am Busbahnhof in Öhringen und Künzelsau zusätzliche Ladesäulen aufgestellt, um dort ein Nachladen während längerer Pausen zu ermöglichen.

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Testbetrieb für Elektrobus in Innsbruck

Testbetrieb für Elektrobus

Innsbruck – Ein zu hundert Prozent mit Strom angetriebener Postbus wird noch bis 26. Juli im Großraum Innsbruck im Linienverkehr erprobt. „Wir haben den Elektrobus bereits Anfang des Jahres in Vorarlberg getestet und sind bis dato mit der Leistung des Fahrzeugs sehr zufrieden“, sagt Regionalmanager Wolfram Gehri (ÖBB-Postbus). Mit einer Reichweite von über 200 Kilometern bei voll aufgeladenen Akkus habe das Modell ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit erreicht, so Gehri. Bei einer fix eingeplanten Ladepause kann der Bus auch auf den längeren Strecken im Großraum Innsbruck planmäßig einen ganzen Tag lang im Linienbetrieb eingesetzt werden.